EU-Gesamtziel der Emissionsreduzierung bis 2030 erhöht

Kurz vor Weihnachten haben sich die europäischen Institutionen auf eine Reform des EU-Emissionshandelssystems (ETS) geeinigt. Die Mitgliedsstaaten und das Europäische Parlament müssen den Beschlüssen nur noch formal zustimmen. Die Belastungen aus dem Emissionshandel werden für die unter den ETS fallenden Sektoren weiter steigen, da die Entscheidungen den Preis der CO2-Emissionszertifikate steigen lassen und den Branchen in Zukunft weniger kostenlose Zertifikate zugeteilt werden. So wird das Gesamtziel der Emissionsreduzierung bis zum Jahr 2030 in den unter den ETS fallenden Sektoren von 43 auf 62 Prozent erhöht. Hinzu kommt die jährliche Reduktionsrate der Emissionsgesamtobergrenze.

Auch letzte offene Fragen zur Einführung eines CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) wurden geklärt. Bestätigt wurde, dass die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten für CBAM-Sektoren über einen Zeitraum von neun Jahren zwischen 2026 und 2034 ausläuft. Dabei wird der Abbau zum Ende hin beschleunigt. Durch die Verschärfung der Benchmarks werden die kostenlosen Zuteilungen an Anlagen, die unter den Emissionshandel fallen, weiter zurückgehen. Verpflichtend sind zudem Energieaudits für die betroffenen Anlagen. Werden diese nicht umgesetzt, werden zukünftig 20 Prozent der zugeteilten kostenlosen Emissionszertifikate gestrichen. Weiterhin wird es verpflichtende Dekarbonisierungspläne für die 20 Prozent emissionsintensivsten Anlagen geben. Werden diese Pläne nicht eingereicht, werden ebenfalls 20 Prozent der freien Zuteilungen gestrichen.